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Mit Igelfutter den Tieren wirklich helfen

Mit Igelfutter den Tieren wirklich helfenOb mit Vogel- oder Igelfutter: Kinder lieben es einfach, Tiere verschiedener Arten zu füttern, dies wird quasi schon von klein auf sozialisiert.

Als Kind geht man mit Oma Enten füttern am See, mit Opa in den Wald, um den Eichhörnchen Nüsse zu bringen.

Am Tiergehege im Wildpark wird gefüttert, beim Besuch auf dem Bauernhof hilft man mit, die Hühner zu versorgen. Die direkte Nähe zu den Tieren ist etwas Besonderes, man verliert als Kind ein wenig die Scheu, folgt einer gesunden Neugier und lernt nebenbei noch jede Menge Wissenswertes. (Quelle: Wildtierfreund: Naturprodukte für Vögel, Insekten & Co)

  • Was fressen eigentlich Kaninchen?
  • Was mag ein Pony?
  • Was ist die Leibspeise eines Igels?

Mit der Zeit und dem Erwachsenwerden scheint dies jedoch ein wenig verloren zu gehen. Natürlich versorgt man noch seine Haustiere, verwöhnt den Hund mit Futter, gibt der Katze ihre Milch und verwöhnt das Meerschweinchen mit grünen Leckereien. Doch Wildtiere geraten dabei aus dem Blick. Nur wenige wissen, dass sie gerade im Winter mit Vogelfutter oder Igelfutter gefährdeten Tieren wirklich beim Überleben helfen.

Vielfach ist es wiederum der Antrieb der Kinder, der den Blick auf diese Sache lenkt: Plötzlich wird ein Igel im Garten entdeckt. Oder eine Vogelfamilie auf der Suche nach einem Unterschlupf.

Erster Reflex: Was kann man ihnen zu fressen geben, die Tierchen dürfen doch nicht verhungern.

 

Artgerechte Fütterung ist nicht nur bei Igeln das Schlüsselwort

Artgerechte IgelfütterungFür Erwachsene ist dann manchmal guter Rat teuer – denn das in der Kindheit Erlernte ist nicht immer das richtige für die sensiblen tierischen Zeitgenossen im Garten:

  • Altes Brot für die Vögel? Bloß nicht!
  • Eine Schüssel Milch für die Igel? Auf keinen Fall!

Was tun ohne Brot und Milch?

Da hilft der Blick ins Biologiebuch der Kinder oder ins Tierlexikon im Internet nur bedingt. Ehe man dann auch noch dubiosen und widersprüchlichen Informationen im Internet erliegt, mit denen man mehr Schaden anrichtet als zu helfen, kann der Tierfreund besser gleich die richtigen Quellen befragen.

Naturschutzorganisationen geben ebenso Auskunft, wie spezialisierte Händler.

Es gilt: Lieber einmal mehr nachfragen, als zu wenig – gerade, wenn es um das Wohl bedrohter Tiere geht.

 

Bitte keine Milch als Igelfutter

Bestes Beispiel ist in der Tat der Igel. Jeder freut sich, wenn sich eines der putzigen Stacheltierchen im Garten einfindet und vielleicht sogar heimisch wird.

  • Doch was tut man mit der Igelfamilie nun?
  • Muss man sie versorgen – oder besser nicht?
  • Sollte man ihnen ein Häuschen bereitstellen, sollte man sie füttern?
  • Und wenn ja womit?

Fragen über Fragen, auf viele Menschen eine Antwort haben. Denken sie zumindest.

  • Igel, die man findet, muss man doch schützend aufnehmen.
  • Igel lieben doch Milch als Nahrung.

Am besten Sie lesen hierzu folgenden Artikel: Warum Milch nicht das richtige Igelfutter ist

 

Das hört man zum Beispiel immer wieder gerne

Schon diese beiden Annahmen aber sind grundlegend falsch: Ehe man einen Igelexemplar aufnimmt und aufpeppelt, muss man sicherstellen, dass es überhaupt Hilfe benötigt und krank, verletzt oder verwaist ist. Bei jeglichem Zweifel ist es besser, Igel in der Natur zu belassen – und durch Igelhäuser, Futterhäuser oder bestimmtem Igelfutter zu unterstützen.

 

Verantwortungsvoll füttern und sich vorher informieren

  • Verantwortungsvoll füttern und sich vorher informierenWas ist aber nun das richtige Futter?

In der freien Natur sind die Säugetierchen Insektenfresser und ernähren sich von Würmern oder Schnecken – fett- und eiweißreiche Nahrung also.

Vom Menschen zusätzliches Futter sollte sich daran orientieren: Das kann angebratenes Hackfleisch oder Rührei sein ebenso wie Katzendosenfutter. Am Besten vermengt man dies jedoch immer mit speziellem Igelfutter / Trockenfutter aus dem Handel. Zu Trinken gibt es Wasser.

Hier finden Sie weitere Informationen:

So geht man auf Nummer sicher, alles richtig zu machen. Und so gelingt das Tiere / Igel füttern verantwortungsvoll und hat dabei nichts von seinem Zauber aus der Kindheit verloren.